Berlin & Unterfranken · seit 2021 +49 160 966 787 17 hello@deal-makers.de

Wann wir anrufen

Mehr als 40 Anlässe, bei denen sich ein Anruf lohnt.

Wir rufen Ihre Wunschkunden nicht nach Liste an, sondern dann, wenn dort gerade etwas passiert ist. Diese Seite zeigt, wonach wir suchen: welches Ereignis wir auswerten, was es bedeutet und wie lange das Zeitfenster offen bleibt. Die Liste ist ein Ausgangspunkt, keine Obergrenze – wenn Ihr Markt hundert Anlässe hergibt, werten wir hundert aus.

Alles, was hier steht, stammt aus öffentlich zugänglichen Quellen – und wird mit Quelle und Datum festgehalten. Das Prinzip dahinter heißt Signal Based Selling; ein eingebürgertes deutsches Wort dafür gibt es nicht, am nächsten kommt „anlassbezogene Ansprache“.

Signal Based Selling

Signal Based Selling: die Anlässe, die wir auswerten

Signal Based Selling heißt: Nicht die Liste bestimmt, wen man anruft, sondern das Ereignis. Statt eine Zielkundenliste von oben nach unten abzutelefonieren, wartet man auf ein öffentlich sichtbares Ereignis beim Wunschkunden – und ruft erst dann an. Ein deutsches Wort dafür hat sich nicht eingebürgert; am nächsten kommt „anlassbezogene Ansprache“.

Der Unterschied ist nicht akademisch. Bei einer Liste ist der Zeitpunkt zufällig, und Zufall bedeutet in aller Regel: gerade kein Thema. Bei einem Anlass ist der Zeitpunkt die halbe Miete – die Firma beschäftigt sich ohnehin schon mit dem Thema, über das wir sprechen wollen. Deshalb sammeln wir vor jedem Projekt erst die Anlässe und dann die Adressen, nie umgekehrt.

Beispieldaten zur Veranschaulichung. Die Firmennamen sind erfunden, die Anlässe und Zeitfenster sind echt – sie stammen aus dem Signalkatalog weiter unten auf dieser Seite.
Aus vielen öffentlichen Quellen entsteht eine sortierte Anrufliste Stellenportale Handelsregister Jahresabschlüsse Pressemeldungen Website-Änderungen Öffentliche Beiträge Abgleich mit Ihrem Wunschkunden Heute anrufen Firma A Standort neu Firma B 3. Stelle offen Firma C neue Leitung Firma D kein Anlass Firma E kein Anlass D und E warten auf ihren Anlass
Öffentliche Quellen werden gegen Ihr Wunschkundenprofil gelegt. Übrig bleibt eine kurze Liste mit Anrufgrund – und der Rest wartet, bis sich etwas tut.

Der Signalkatalog

Die folgenden Anlässe stammen aus echten Projekten. Sie sind nach Themen sortiert, damit Sie gleich sehen, welche Gruppe für Ihren Markt überhaupt in Frage kommt.

1. Wachstum & Expansion

Die Firma baut etwas auf. Alles, was jetzt entschieden wird, ist für Jahre entschieden.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Neuer Standort oder neue Niederlassung angekündigt Prozesse und Lieferanten werden dort gerade neu festgelegt 1–4 Monate
Erste Stellen in einem neuen Land ausgeschrieben Der Markteintritt läuft, das Team steht aber noch nicht 2–8 Wochen
Umzug in größere Flächen Das Unternehmen rechnet mit mehr Personal, nicht mit weniger 1–6 Monate
Neue Produktlinie oder neues Geschäftsfeld auf der Website Dafür braucht es Kunden, und zwar zügig 1–3 Monate
Erster Messeauftritt oder deutlich größerer Stand Budget für Neukunden ist freigegeben 4 Wochen vor bis 6 Wochen nach der Messe
Zukauf oder Beteiligung im Handelsregister Zwei Vertriebe müssen zusammenfinden 3–9 Monate
Öffentliche Ausschreibung oder Rahmenvertrag Konkreter Bedarf mit festem Termin bis zur Frist

2. Personal & Team

Stellenanzeigen sind das ehrlichste öffentliche Dokument eines Unternehmens: Sie zeigen, wo es gerade weh tut.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Mehrere Stellen im selben Bereich gleichzeitig Dort wird ausgebaut – es gibt Budget und einen neuen Engpass 2–8 Wochen
Dieselbe Stelle nach kurzer Zeit erneut ausgeschrieben Die Besetzung hat nicht gehalten, das Problem ist ungelöst sofort
Stelle steht seit mehr als drei Monaten offen Der eigene Weg funktioniert nicht sofort
Erste Vertriebsstelle überhaupt Vertrieb wird zum ersten Mal strukturiert aufgebaut 1–3 Monate
Stellenanzeige nennt ein System oder Werkzeug beim Namen Man sieht, womit gearbeitet wird – und was fehlt 1–2 Monate
Sichtbar mehrere Neuzugänge im Team Einarbeitung und Steuerung werden zum Thema 1–3 Monate
Vertriebsstellen für Quereinsteiger oder Werkstudenten Es wird günstig skaliert; Qualität wird später zum Problem 2–6 Monate
Ein namentlich bekannter Mitarbeiter verlässt das Unternehmen Seine Aufgaben liegen für eine Weile brach 4–12 Wochen

3. Führung & Eigentümer

Neue Menschen an der Spitze treffen neue Entscheidungen – und zwar früh, weil sie etwas zeigen müssen.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Wechsel in der Geschäftsführung Neue Agenda, neue Lieferanten kommen in Betracht erste 90 Tage
Neue Vertriebsleitung Will im ersten halben Jahr sichtbare Ergebnisse liefern erste 6 Monate
Prokura erteilt oder entzogen Verantwortung wird gerade neu verteilt 1–3 Monate
Gesellschafterwechsel oder neuer Investor im Register Ziele und Tempo ändern sich 3–12 Monate
Nachfolge angekündigt oder hohes Alter der Gesellschafter Das Unternehmen bereitet einen Übergang vor 6–24 Monate
Entscheider veröffentlicht einen Beitrag zu einem Fachthema Er beschäftigt sich gerade damit und ist darauf ansprechbar wenige Tage

4. Geld & Zahlen

Jahresabschlüsse sind öffentlich. Sie sagen nicht, ob jemand kaufen will – aber sie sagen, ob er kann und ob er muss.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Finanzierungsrunde oder Kapitalerhöhung Investitionen werden vorgezogen, Entscheidungen fallen schneller 1–6 Monate
Jahresabschluss zeigt deutliches Umsatzwachstum Die Struktur hinkt dem Wachstum hinterher 3–9 Monate
Jahresabschluss zeigt rückläufiges Ergebnis Der Druck auf den Vertrieb steigt 1–6 Monate
Jahresabschluss verspätet eingereicht Im Haus fehlt Kapazität oder Ordnung laufend
Erhöhung des Stammkapitals Es wird investiert, nicht gespart 1–6 Monate
Beginn der Budgetphase für das neue Geschäftsjahr Budgets werden gerade verteilt – danach ist zu Oktober bis Dezember

5. Markt, Produkt & Technik

Was ein Unternehmen an seiner eigenen Außendarstellung ändert, verrät, woran es gerade arbeitet.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Relaunch der Website Die Positionierung wird gerade überdacht 1–3 Monate
Neue Preisseite oder neues Paketmodell Das Geschäftsmodell ändert sich, der Vertrieb muss mit 1–3 Monate
Neues System im Einsatz, erkennbar aus Stellen- oder Partnerseiten Umstellungen schaffen Bedarf an Begleitung 2–6 Monate
Zertifizierung oder Partnerstatus erreicht Der Status soll jetzt in Umsatz übersetzt werden 1–4 Monate
Neue Marketingstellen ausgeschrieben Es sollen mehr Anfragen kommen – jemand muss sie verarbeiten 1–3 Monate
Produktankündigung mit festem Termin Bis dahin muss Pipeline stehen bis zum Termin
Erster Eintrag in einem neuen Branchenverzeichnis Aktive Suche nach Sichtbarkeit 1–2 Monate

6. Druck & Risiko

Der unangenehmste Teil der Liste – und oft der wirksamste. Wer Druck hat, hört zu.

Öffentlich sichtbares Signal Was es in der Regel bedeutet Typisches Zeitfenster
Großkunde oder Referenz verschwindet von der Website Ein Teil des Umsatzes ist weg und muss ersetzt werden 1–6 Monate
Öffentliche Kritik oder negative Presse Es wird gegengesteuert, auch mit Budget 1–3 Monate
Ein Marktbegleiter wächst sichtbar Der Vergleich wird intern gezogen laufend
Insolvenz eines Marktbegleiters Kunden und Mitarbeiter sind in Bewegung 1–6 Monate
Stellenabbau bei gleichzeitig kommuniziertem Wachstumsziel Mit weniger Leuten mehr erreichen – externe Kapazität wird interessant 1–6 Monate
Keine Durchwahl und kein Ansprechpartner auf der Website Der Erstkontakt ist nicht organisiert laufend

40 Beispiele, keine abschließende Liste. Kein Unternehmen braucht alle davon – in den meisten Projekten tragen fünf bis acht Signale den Großteil der Termine.

Nicht die Liste bestimmt, wen man anruft, sondern das Ereignis.

Wunsch-Signale: die, die nur in Ihrem Markt etwas bedeuten

Die Liste oben ist der allgemeine Teil. Interessanter wird es, wenn wir gemeinsam festlegen, was in Ihrem Markt ein Kaufsignal ist. Das sind fast immer andere Ereignisse als die offensichtlichen: ein bestimmter Zertifikatsverlust, das Auslaufen eines Rahmenvertrags, der Wegfall einer Förderung, eine Änderung in einer Norm, ein Personalwechsel auf einer sehr speziellen Position. Solche Wunsch-Signale definieren Sie – wir bauen die Auswertung dazu. Eine feste Obergrenze gibt es nicht.

Und die Technik dahinter? Für die laufende Auswertung nutzen wir PrioX – die Software, die wir selbst entwickelt haben und betreiben. Sie beobachtet die öffentlichen Quellen, erkennt die Muster und legt jeden Morgen eine sortierte Liste hin. Wenn Sie bereits ein eigenes Vertriebsteam haben und nur die Priorisierung fehlt, ist PrioX allein oft der bessere Weg – dann brauchen Sie keine Agentur, sondern bessere Reihenfolge.

Für Teams mit eigenem CRM

Ihr Scoring weiß, wer passt. Nicht, wer gerade dran ist.

Fast jedes Vertriebsteam bewertet seine Kontakte bereits – im CRM, in HubSpot oder in einer Tabelle. Bewertet werden dabei meist Stammdaten: Branche, Größe, Umsatz, Region. Die ändern sich über Jahre nicht. Deshalb steht in vielen Listen seit Monaten dasselbe Unternehmen oben, obwohl dort gerade nichts passiert. Wir ersetzen dieses System nicht – wir schärfen es mit Live-Signalen nach.

Passung mal Anlass – vier Felder Beobachten Passt gut, aber es ist nichts passiert. Anruf ohne Aufhänger – der Kontakt ist dann verbrannt. Jetzt anrufen Passt gut und es ist gerade etwas passiert. Hier entsteht der Termin – und hier ist die Zeit knapp. Nicht verfolgen Weder Passung noch Anlass. Steht in vielen Listen trotzdem drin. Einmal prüfen Etwas ist passiert, die Passung ist unklar – oft ein zu enges Zielbild. Anlass: ist gerade etwas passiert? nein ja Passung zum Angebot hoch gering Beispielhafte Einteilung – die Grenzen legt jedes Team selbst fest.
Zwei getrennte Werte statt einer Punktzahl: Passung sagt, ob ein Unternehmen grundsätzlich infrage kommt – der Anlass sagt, ob heute der Tag dafür ist.

Live-Signale statt Stammdaten

Bewertet wird, was öffentlich passiert: Stellenausschreibungen, Führungswechsel, neue Standorte, Finanzierungen, Produktstarts, Presse. Dieselben Anlässe wie oben im Katalog – nur laufend beobachtet statt einmal recherchiert.

Ereignisse altern

Ein Signal von gestern ist ein Gespräch wert, dasselbe Signal von vor einem halben Jahr nicht mehr. Jeder Anlasstyp bekommt ein eigenes Zeitfenster, und die Bewertung fällt darin ab – sonst steht die Liste im nächsten Quartal voller abgelaufener Gründe.

Tiefenrecherche für die Spitze

Bei den obersten Treffern schaut ein Mensch nach: Wer entscheidet dort wirklich, was hat diese Person selbst öffentlich gesagt, welche Signale hängen zusammen. Das Ergebnis ist kein Punktwert, sondern ein erster Satz, der sitzt.

Auch Firmen, die noch niemand kennt

Ein Scoring, das nur vorhandene CRM-Einträge sortiert, findet nie einen neuen Kunden. Wir bewerten den Markt, nicht Ihre Datenbank – auch Unternehmen, zu denen bei Ihnen noch kein einziger Datensatz existiert.

Das lässt sich einzeln beauftragen, ohne dass wir für Sie telefonieren: Wir sehen uns Ihr bestehendes Scoring an, ergänzen die Anlass-Ebene und übergeben eine Reihenfolge, mit der Ihr Team am Montag anfangen kann. Wie wir dabei rechnen, steht ausführlich im Beitrag Lead-Scoring bei PrioX.

Wie wir mit diesen Anlässen telefonieren, steht auf der Seite zur Kaltakquise

Welcher dieser Anlässe passt zu Ihrem Angebot?

In 30 Minuten gehen wir Ihre Zielgruppe durch und sagen Ihnen, welche drei bis fünf Ereignisse bei Ihnen tatsächlich Kaufbereitschaft anzeigen.