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Ratgeber Vertrieb

Akquise: Definition, Arten und Ablauf

Akquise bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen neue Kunden oder Aufträge gewinnt – von der Auswahl der Zielkunden über die erste Ansprache bis zur Geschäftsbeziehung. Unterschieden wird nach Nähe zum Kontakt (Kalt- und Warmakquise) und nach Kanal: Telefon, E-Mail, LinkedIn oder persönliches Gespräch.

Von Florian Weippert, Inhaber von DEALMAKERS – seit rund 20 Jahren im B2B-Vertrieb.

Akquise, von lateinisch acquirere („erwerben“), bezeichnet alle Maßnahmen zur Gewinnung von Kunden oder Aufträgen. Sie reicht von der ersten Ansprache bis zur Entwicklung einer Geschäftsbeziehung. Entscheidend ist nicht die Lautstärke, sondern ein nachvollziehbarer Grund, gerade dieses Unternehmen anzusprechen.

Definition: Was ist Akquise?

Akquise ist der organisierte Weg zu neuen Aufträgen. Dazu gehören Zielkunden auswählen, Informationen prüfen, den richtigen Kontaktweg bestimmen, Gespräche führen, nachfassen und Ergebnisse auswerten. Kundenakquisition ist damit mehr als Kaltanrufe: Auch Empfehlungen, Messekontakte, Inhalte und Bestandskunden gehören dazu.

Wer Kunden akquirieren will, beginnt mit drei Fragen: Welches Problem lösen Sie, bei welchen Unternehmen tritt es auf, und woran erkennen Sie, dass das Thema gerade relevant ist? Ohne diese Antworten wird aus Akquise bloß Listenarbeit.

Drei Fragen vor der ersten Adresse FRAGE 1 FRAGE 3 1 Problem Was lösen Sie? 2 Zielunternehmen Wo tritt es auf? 3 Grund Warum gerade jetzt?
Erst wenn alle drei Fragen beantwortet sind, lohnt sich die erste Adresse.
  1. Welches Problem lösen Sie?

    Am Anfang steht nicht die Liste, sondern das Problem. Wer es in einem Satz benennen kann, kann auch prüfen, ob es bei einem Unternehmen überhaupt auftritt.

  2. Bei welchen Unternehmen tritt es auf?

    Branche, Größe, Rolle und Ausschlusskriterien grenzen die Zielkunden ein. Erst diese Antwort macht aus einer Adressliste eine Zielliste.

  3. Woran erkennen Sie, dass das Thema gerade relevant ist?

    Das ist die Frage nach dem Grund: ein öffentlich sichtbares Ereignis mit sachlichem Bezug zum Angebot. Ohne diese Antworten wird aus Akquise bloß Listenarbeit.

Akquise und ihre UnterbegriffeAkquiseKaltakquiseWarmakquiseErstakquiseDirektakquiseindirekte AkquiseBestandskunden
Die Begriffe beschreiben Kontaktstatus und Weg zum Gespräch; sie schließen sich nicht immer aus.

Akquirieren, Akquisition, Akquise: die Begriffe

Akquirieren ist das Tätigkeitswort: Sie gewinnen Kunden oder Aufträge. Akquise ist die übliche Kurzform dafür. Akquisition wird im Vertrieb häufig gleich benutzt, kann betriebswirtschaftlich aber auch den Kauf eines Unternehmens meinen. Der Kontext entscheidet: Im Vertriebsmeeting geht es meist um Kundengewinnung, im M&A-Kontext um einen Unternehmenskauf.

Die Arten der Akquise im Überblick

ArtDefinitionBeispielEignung
KaltakquiseErstkontakt ohne Beziehung.Anruf bei passendem Unternehmen.Bei klarem B2B-Bezug.
WarmakquiseKontakt mit vorhandenem Bezug.Empfehlung oder Messegespräch.Zum Aufgreifen eines Kontakts.
ErstakquiseErste Ansprache eines Nichtkunden.Erstgespräch nach Empfehlung.Kann kalt oder warm sein.
DirektakquiseUnmittelbare persönliche Ansprache.Telefonat oder persönliches Gespräch.Für konkrete Klärung.
Indirekte AkquiseInteresse über einen Zwischenschritt.Fachvortrag oder Empfehlung.Bei längerer Vorbereitung.
BestandskundenakquiseZusatzgeschäft bei bestehenden Kunden.Neues Modul vorschlagen.Bei passendem Bedarf.

Erstakquise: was sie von der Kaltakquise unterscheidet

Erstakquise heißt lediglich: Dieser Kontakt war noch nie Kunde. Ein Empfehlungsname oder ein Messekontakt ist daher Erstakquise, aber nicht zwingend kalt. Kaltakquise liegt vor, wenn es keine vorherige Beziehung gibt. Beide Fälle verlangen Vorbereitung: Rolle prüfen, Nutzen in einem Satz formulieren und einen erlaubten Kontaktweg wählen. Für Gesprächstechnik hilft der Ratgeber zur Telefonakquise im B2B.

Kalt- und Warmakquise im ErstkontaktKaltakquiseKein vorheriger KontaktGrund + Bezug prüfenWarmakquiseEmpfehlung, Anfrage, MesseBezug offen benennenBeide können die erste Ansprache sein.
Warm ist ein vorhandener Kontaktpunkt, nicht automatisch ein Kaufinteresse.

Der Ablauf in fünf Schritten

Akquiseablauf in fünf SchrittenZielbildGrundAnspracheGesprächLernen
Jeder Schritt liefert die Grundlage für den nächsten; übersprungene Vorbereitung zeigt sich später im Gespräch.
Ablauf in fünf Schritten SCHRITT 1 SCHRITT 5 1 Zielbild Branche, Größe, Rolle 2 Grund nur öffentlich sichtbar 3 Ansprache Satz, Fragen, Schritt 4 Gespräch fragen statt behaupten 5 Nachfassen notieren und lernen
Jeder Schritt liefert die Grundlage für den nächsten — sichtbar an der Stelle, an der es sonst hakt.
  1. Zielbild festlegen

    Branche, Größe, Rolle, Ausschlusskriterien und ein konkretes Problem notieren — schriftlich, damit die Liste später überprüfbar bleibt.

  2. Grund suchen

    Nur öffentlich sichtbare Ereignisse prüfen, die sachlich zum Angebot passen. Ohne diesen Bezug bleibt nur der Zufall.

  3. Ansprache vorbereiten

    Einen Eröffnungssatz, zwei Qualifizierungsfragen und einen sauberen nächsten Schritt formulieren, bevor gewählt wird.

  4. Gespräch führen

    Grund nennen, Erlaubnis für eine kurze Frage holen, Bedarf prüfen und Absagen respektieren.

  5. Nachfassen und lernen

    Notiz, Termin, Absagegrund und Rückmeldung aus dem Vertrieb festhalten. Erst dieser Rücklauf verbessert die nächste Runde.

Gründe statt Listen: Signal Based Selling

Signal Based Selling heißt: Nicht die Liste bestimmt, wen man anruft, sondern das Ereignis; die deutsche Entsprechung: Ansprache mit einem aktuellen Grund. Prüfen Sie etwa neue Ausschreibungen, Standorteröffnungen oder Produktstarts. Das sind Beispiele, nicht als abschließende Liste zu verstehen.

Recherchieren Sie vorher so viel wie möglich über Unternehmen und Person – je mehr Sie wissen und auf Ihr Angebot beziehen können, desto relevanter das Gespräch. Der Einstieg selbst nennt davon einen nachprüfbaren Bezug, nicht alles auf einmal. „Sie haben letzte Woche zwei Stellen in Wien ausgeschrieben. Darf ich kurz fragen, ob externe Terminierung beim Aufbau eine Rolle spielt?“ Oder: „Ihre neue Produktlinie wurde für Oktober angekündigt. Ist die Ansprache passender B2B-Zielkunden bereits abgedeckt?“

Öffentlich sichtbares SignalWas es in der Regel bedeutetTypisches Zeitfenster
Neue VertriebsleitungRollen und Prioritäten werden sortiert.Erste Wochen
StandorteröffnungProzesse werden aufgebaut.Vor bis nach Eröffnung
Neue ProduktlinieEin Angebot geht in den Markt.Rund um Ankündigung
Mehrere FachstellenEin Team wird erweitert.Solange aktuell
MesseauftrittEin Grund für den Anruf ist sichtbar.Vor und nach Messe
Neue ZertifizierungKompetenz wird kommuniziert.Nach Veröffentlichung
Öffentliche AusschreibungBedarf hat eine Frist.Bis zur Frist
FinanzierungsrundeInvestitionsspielraum ändert sich.Folgende Monate
Fusion oder ÜbernahmeZuständigkeiten verändern sich.Nach Bekanntgabe
Neue Länder-StellenMarkteintritt wird vorbereitet.Aktuelle Ausschreibung

Beispiele, keine abschließende Liste.

Wunsch-Signale für Ihren Markt

Ergänzen Sie die allgemeine Liste um Ereignisse, die nur in Ihrem Markt etwas bedeuten: ein auslaufender Rahmenvertrag, eine verlorene Zertifizierung, eine Normänderung oder der Wegfall einer Förderung. Ausgewertet werden ausschließlich öffentliche Quellen. Das vorhandene CRM-Scoring muss dafür nicht ersetzt werden: Fit beschreibt die grundsätzliche Passung, Grund die aktuelle Bewegung. Ereignisse altern; für die obersten Treffer folgt Tiefenrecherche zu Entscheider und Zusammenhang. Auch neue Marktteilnehmer gehören in die Prüfung. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt PrioX Lead-Scoring, eine Software, die DEALMAKERS-Gründer Florian Weippert mitgegründet hat und die wir selbst einsetzen.

Ohne Gesprächsgrund

Nach Liste anrufen

  1. Wir„Guten Tag, wir unterstützen Unternehmen im Vertrieb. Hätten Sie kurz Zeit für unser Angebot?“
  2. Gegenüber„Worum geht es genau?“
  3. Wir„Um Terminierung und Neukundengewinnung, ganz allgemein.“
  4. Gegenüber„Danke, kein Bedarf.“

Gespräch beendet

Mit Gesprächsgrund

Mit Grund anrufen

  1. Wir„Sie haben letzte Woche zwei Stellen in Wien ausgeschrieben. Darf ich kurz fragen, ob externe Terminierung beim Aufbau eine Rolle spielt?“
  2. Gegenüber„Die Stellen sind ausgeschrieben, ja. Worauf wollen Sie hinaus?“
  3. Wir„Auf die ersten Gespräche bis zur Besetzung. Ist die Ansprache dort schon abgedeckt?“
  4. Gegenüber„Noch nicht. Fragen Sie.“

Gespräch läuft weiter

Beispielgespräch. Sinngemäß, nicht wörtlich protokolliert.

Was rechtlich erlaubt ist (Kurzfassung)

Im B2B kann Telefonwerbung nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG bei mutmaßlicher Einwilligung zulässig sein. Dafür muss das Angebot zur Geschäftstätigkeit und Rolle passen; ein beliebiges Verkaufsinteresse reicht nicht. Werbe-E-Mails benötigen grundsätzlich vorherige ausdrückliche Einwilligung. Dokumentieren Sie Gesprächsgrund und Widersprüche und lassen Sie Angebot, Zielgruppe und Kanal vorab prüfen. Das ist Orientierung, keine Rechtsberatung. Eine ausführlichere Einordnung finden Sie im Ratgeber Kaltakquise rechtssicher vorbereiten.

Warum Akquise so schwer durchzuhalten ist – und was dagegen hilft

Akquise ist psychologisch eine besondere Arbeit, denn die Erfolge kommen unregelmäßig: zehn Gespräche ohne Ergebnis, dann zwei Termine an einem Vormittag. Weil das Gehirn den Aufwand schlecht mit dem Ergebnis verknüpfen kann, hören viele genau vor dem nächsten Erfolg auf.

  • Aktivität sichtbar machen, nicht nur Termine: Wer nur Termine zählt, erlebt die meisten Tage als Misserfolg. Zählen Sie auch geführte Gespräche und geklärte Zuständigkeiten.
  • Die eigene Quote kennen: Wer weiß, wie viele Gespräche er im Schnitt für einen Termin braucht, nimmt das einzelne Nein nicht persönlich.
  • Mit leichten Gesprächen anfangen: Beginnen Sie einen Anrufblock mit Kontakten, bei denen wenig auf dem Spiel steht, bis Sie im Fluss sind. Die wichtigen Gespräche kommen danach.
  • Den eigenen Zustand steuern: Drei bewusste Atemzüge mit langem Ausatmen vor dem Wählen senken die Anspannung, und Anspannung hört man.

Was im Kopf des Anrufers passiert

Wer schon einige Absagen gehört hat, geht angespannt ins nächste Gespräch, und diese Anspannung überträgt sich auf den Angerufenen. So entsteht ein Kreislauf: Druck erzeugt Abwehr, Abwehr erzeugt mehr Druck. Ihn zu durchbrechen ist keine Frage der Technik, sondern der Haltung: Sie prüfen nur, ob Ihr Angebot gerade passt. Ob jemand kauft, liegt nicht in Ihrer Hand, und das ist eine Entlastung, keine Niederlage.

Kennzahlen der Akquise

Messen Sie nicht nur Anrufe. Die relevante Kette lautet: geprüfte Zielunternehmen, erreichte Entscheider, qualifizierte Gespräche, Termine, Angebote und Aufträge. Prüfen Sie jede Übergangsrate getrennt. Sinkt die Quote von Gespräch zu Termin, fehlen oft Relevanz oder Fragen; sinkt die Quote von Angebot zu Auftrag, liegt die Ursache häufig nach der Akquise.

Kennzahlenkette der AkquiseZiellisteerreichtGesprächTerminAngebotAuftragJede Stufe zeigt, wo konkret nachgeschärft werden muss.
Eine Kennzahl wird erst nützlich, wenn sie einer klaren Prozessstufe zugeordnet ist.

Häufige Missverständnisse

Qualität beginnt vor dem Anruf: bei Zielkunde, Grund und Rolle. Ebenso ist ein Termin kein Erfolg, wenn die Übergabe nicht passt. Und Kaltakquise bedeutet nicht, wahllos anzurufen oder E-Mails zu versenden. Wer aktiv Neukunden gewinnen will, braucht eine wiederholbare Vorbereitung und die Rückmeldung des Vertriebs. Einen breiteren Prozess beschreibt der Ratgeber zur Neukundengewinnung.

„Mehr Kontakte“ ist kein Akquiseplan — Qualität beginnt vor dem Anruf.

Wenn Sie das nicht selbst machen wollen

Welche Teile einer Akquise sich extern übernehmen lassen, steht in der Leistungsübersicht der Neukundenakquise-Agentur

Wenn Zielkundenarbeit, Recherche und Ansprache intern nicht abgedeckt werden können, erklärt die Neukundenakquise-Agentur, welche Teile einer Akquise extern übernommen werden können. Bei DEALMAKERS führen Menschen mit jahrelanger eigener B2B-Vertriebserfahrung die Gespräche inhaltlich; keine kurzfristig eingelernten Kräfte lesen ein Skript ab.

Florian Weippert, Inhaber der Vertriebsagentur DEALMAKERS, bei einem Vortrag

Über den Autor

Florian Weippert

Florian Weippert verkauft seit rund 20 Jahren im B2B und beschäftigt sich genauso lange mit der Frage, warum Menschen kaufen und warum nicht. Bei PayPal lag er dauerhaft über 200 % seines Ziels und hat die Inside-Sales-Academy mit aufgebaut. Bei Billie verantwortete er als Director Business Development Abschlüsse bis 500.000 Euro, bei Couplink verdoppelte er den Umsatz in zehn Monaten.

Seine Methode verbindet Vertriebspraxis mit Verhaltens- und Verhandlungspsychologie. Ausgebildet hat er sich unter anderem bei Chris Voss (FBI-Verhandlungsführung) und Chase Hughes (Verhaltensanalyse), dazu in Mimikresonanz und als NLP-Master. Mit Vertriebsleuten hat er über 300 Coachings geführt. Aufgeschrieben hat er die Methode im 384-seitigen Handbuch „The Magic of Sales – Emotional Resonance®“. Heute führt er die Vertriebsagentur DEALMAKERS und ist Mitgründer der KI-Software PrioX.

Mehr über Florian Weippert und DEALMAKERS

FAQ

Was ist Akquise?

Akquise bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen Kunden oder Aufträge gewinnt. Dazu gehören etwa direkte Anrufe, Empfehlungen, Veranstaltungen und die Arbeit mit Bestandskunden. Gute Akquise beginnt mit einem passenden Zielkundenbild und einem konkreten Gesprächsgrund; sie endet nicht beim ersten Kontakt, sondern mit einer nachvollziehbaren Übergabe oder einem Abschluss.

Was bedeutet akquirieren?

Akquirieren bedeutet, Kunden, Aufträge oder Geschäftsmöglichkeiten aktiv zu gewinnen. Im Vertrieb heißt das: passende Unternehmen auswählen, einen relevanten Grund prüfen, die zuständige Person ansprechen und gemeinsam klären, ob ein nächster Schritt sinnvoll ist. Das Wort beschreibt nicht nur den Anruf, sondern den gesamten Weg von der Vorbereitung bis zur gewonnenen Geschäftsbeziehung.

Was ist der Unterschied zwischen Akquise und Akquisition?

Akquise ist die gebräuchliche Kurzform für Kundengewinnung und Auftragsgewinnung. Akquisition wird im Vertrieb oft gleich verwendet. In der Betriebswirtschaft hat Akquisition aber einen zweiten Sinn: den Kauf oder die Übernahme eines Unternehmens. In einem Vertriebsplan oder Gespräch über Kunden meint Akquisition üblicherweise Kundengewinnung; beim M&A-Kontext ist der Unternehmenskauf gemeint.

Was ist Erstakquise?

Erstakquise ist die erste Ansprache eines Kontakts, der bislang kein Kunde ist. Sie ist nicht automatisch Kaltakquise: Kommt der Kontakt über eine Empfehlung, eine Messebegegnung oder eine Anfrage, besteht bereits ein Bezug. Kalt ist die Erstakquise erst dann, wenn vorher keine Beziehung oder Interaktion vorhanden war. Für die Vorbereitung bleiben Zielgruppe und Gesprächsgrund dennoch wichtig.

Welche Arten der Akquise gibt es?

Übliche Arten sind Kaltakquise, Warmakquise, Erstakquise, Direktakquise, indirekte Akquise und Bestandskundenakquise. Sie unterscheiden sich vor allem danach, ob bereits ein Kontakt besteht und ob die Ansprache unmittelbar erfolgt. In der Praxis lassen sich die Formen kombinieren: Ein Messekontakt kann zunächst warm sein und später über einen direkten Anruf weiterentwickelt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Kalt- und Warmakquise?

Bei Kaltakquise gibt es vor der Ansprache keine bestehende Beziehung oder Interaktion. Warmakquise knüpft dagegen an einen bekannten Kontaktpunkt an, etwa eine Empfehlung, eine frühere Anfrage oder ein Gespräch auf einer Veranstaltung. Warm bedeutet nicht automatisch Kaufbereitschaft. In beiden Fällen braucht der erste Kontakt einen klaren, ehrlichen Grund und eine Prüfung, ob das Angebot zur Rolle passt.

Ist Akquise rechtlich erlaubt?

Akquise ist nicht pauschal erlaubt oder verboten; der Kontaktkanal und der Einzelfall zählen. Im B2B kann Telefonwerbung bei mutmaßlicher Einwilligung zulässig sein, wenn ein konkreter sachlicher Bezug besteht. Werbe-E-Mails benötigen grundsätzlich vorherige Einwilligung. Dokumentieren Sie Grund, Rolle und Widersprüche und prüfen Sie Ihre Kampagne rechtlich. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Was kostet Akquise?

Eigene Akquise kostet vor allem Zeit für Zielkundenarbeit, Recherche, Gespräche, Nachfassen und Auswertung. Externe Unterstützung wird je nach Rechercheaufwand, Zielgruppe, Sprache, Laufzeit und Aufgabenanteil unterschiedlich kalkuliert. Vergleichen Sie nicht nur Anruf- oder Terminpreise: Entscheidend sind passende Gespräche, saubere Übergaben und die Abschlussqualität. Eine Kostenrechnung sollte interne Kapazität und Opportunitätskosten einbeziehen.

Wie messe ich den Erfolg meiner Akquise?

Messen Sie eine Kette statt einer Einzelzahl: geprüfte Zielunternehmen, erreichte Entscheider, qualifizierte Gespräche, vereinbarte Termine, Angebote und gewonnene Aufträge. Rechnen Sie die Übergänge jeweils getrennt. So sehen Sie, ob Recherche, Erreichbarkeit, Gesprächsführung oder Angebot nachgeschärft werden muss. Ergänzen Sie die Mengen um Gesprächsnotizen und Rückmeldungen des Vertriebs, sonst fehlt der Grund hinter den Zahlen.

Akquise sauber vorbereiten

Wenn Sie eine zweite Einschätzung zu Zielkunden, Grund und Gesprächslogik wünschen, erreichen Sie DEALMAKERS ohne Formular per Telefon oder E-Mail.

Für die Umsetzung der Ansprache beschreibt die Kaltakquise-Agentur für B2B den Leistungsrahmen. Weitere Grundbegriffe stehen im Ratgeberbereich für Vertrieb.