Berlin & Unterfranken · seit 2021 4,9 bei Google Maps · 35 Bewertungen BAFA-Förderung für Beratung +49 30 754 36 123 hello@deal-makers.de

B2B-Vertrieb flexibel ergänzen

Externer Vertrieb: Welches Modell wirklich zu Ihnen passt

Sie können Ihren Verkauf an Handelsvertreter, Freelancer, eine Vertriebsagentur, einen Interim-Manager oder einen Vertriebspartner geben. Die fünf Modelle unterscheiden sich stark in Kontrolle, Kosten, Risiko und darin, wem die Kundenbeziehung am Ende gehört. Diese Seite zeigt, welches zu Ihrem Angebot passt.

Wir selbst arbeiten als Vertriebsagentur im B2B: eigene erfahrene Verkäufer, KI-gestützte Auswahl der richtigen Firmen, Übergabe mit Protokoll – und auf Wunsch bis zur Unterschrift. Passt ein anderes Modell besser zu Ihnen, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch.

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Erfahrung im B2B

Die Zahlen dahinter

20Jahre B2B

Aufbau, Führung, Training und eigene Vertriebsquote.

über 200 %Zielerreichung

Persönlich erreicht, in Spitzenzeiten knapp 400 %.

20+Kunden seit 2021

Aus SaaS, Beratung und Fintech.

50 %erreicht

Teilweise 40 % Termine aus diesen Gesprächen.

Prozentwerte sind Spitzenwerte, kein Durchschnitt. Grundlage der Zahlen: Erfahrungswerte.

Stationen und Projekte unseres Gründers

Unternehmen, für die unser Gründer im Vertrieb tätig war oder die er in Projekten betreut hat – teils angestellt, teils als Dienstleister.

Signal Based Selling: Bedarf vor Liste

Die fünf Modelle unterscheiden sich in Bindung, Steuerung und Kundenzugang. Wir arbeiten als Vertriebsagentur: Wir verbinden Recherche, Ansprache, Qualifizierung, Dokumentation und Abschluss zu einem geführten Neukundenprozess.

Wir telefonieren nicht eine Liste von oben nach unten ab, sondern rufen zuerst dort an, wo sich gerade etwas tut: Unsere KI beobachtet laufend Stellenanzeigen, Firmennachrichten und Handelsregister und meldet, wenn sich bei einer Ihrer Zielfirmen etwas tut, das zu Ihrem Angebot passt. So hat jeder Erstkontakt einen nachprüfbaren Grund. Im Fachjargon heißt das Signal Based Selling, auf Deutsch am ehesten „anlassbezogene Ansprache“.

Die fünf Modelle im Vergleich

Die Vergleichsfrage „Wer ruft eigentlich an?“ gehört auf den Tisch. Bei einem Callcenter oder einer einzeln gebuchten Stundenkraft kann die Person wechseln und arbeitet oft nach enger Vorgabe. Beim Handelsvertreter bringt der Inhaber meist sein eigenes Netzwerk ein. Bei DEALMAKERS telefonieren Menschen mit jahrelanger eigener B2B-Erfahrung, die ein Gespräch inhaltlich führen können. Und sie rufen mit Gesprächsgrund an, nicht mit einer gekauften Liste.

ModellBezahlungBindungKundenbeziehung gehört wem?RisikoWann sinnvoll
Handelsvertretermeist Provisionlaufende VertretungVertrag meist beim Unternehmer; Vertreter wirbtAbhängigkeit, mögliche Ansprüche am Endeklare Produkte, Region oder definierte Kundengruppe
Freier VertrieblerTagessatz, Retainer oder Provisionflexibel vereinbarvertraglich klärenSteuerung und Scheinselbstständigkeitpunktuelle Kapazität oder vorhandener Prozess
VertriebsagenturGrundbetrag, oft ErfolgsanteilProjekt oder RetainerUnternehmen; Daten- und Übergabeprozess schriftlichschwache Briefings oder falsche ÜbergabeNeukundenprozess soll aufgebaut und geführt werden
Interim-VertriebsleiterTagessatz oder Monatsmandatbefristete FührungsrolleUnternehmenWissen bleibt nicht automatischFührung, Struktur, Forecast und Teamsteuerung fehlen
Vertriebspartner / ResellerMarge zwischen Ein- und VerkaufPartnervertraghäufig Partner zum Endkundenweniger Preiskontrolle und KundenzugangMarktzugang und Lieferung aus einer Hand wichtiger sind
Die Nähe zur Kundenbeziehung unterscheidet die Vertriebsmodelle ZUGRIFF AUF DIE KUNDENBEZIEHUNG Reseller Handelsvertreter Vertriebsagentur Interim-Leitung überwiegend beim Partnerüberwiegend im eigenen Haus
Je mehr die Kundenbeziehung im eigenen Haus bleiben soll, desto präziser müssen CRM-Zugriff, Übergabe und Außenauftritt vereinbart sein.
Die fünf Modelle liegen unterschiedlich nah am eigenen Unternehmen GRAD DER EINBINDUNG Resellerkauft und verkauft Handels-vertretervermittelt FreierVertrieblerliefert Kapazität Vertriebs-agentursteuert Prozess Interim-leitungführt Ihr Team GANZ EXTERNGANZ INTERN
Die Modelle sind keine Synonyme. Je näher die Rolle am eigenen Vertrieb liegt, desto mehr Steuerung und Wissen bleiben im Haus.

Welche Aufgaben wir in welchem Modell tatsächlich übernehmen, steht in der Leistungsübersicht

Handelsvertreter: sinnvoll bei klarer Vertretung

Ein Handelsvertreter passt, wenn Produkt, Gebiet und Provisionslogik klar sind und eine dauerhafte Vermittlung gefragt ist. Vereinbaren Sie Kundenschutz, Provisionsauslöser, Dokumentation und die Übergabe schriftlich. Was der Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB bedeutet, steht unten in den häufigen Fragen.

Freier Vertriebsmitarbeiter: Kapazität mit klaren Grenzen

Ein freier Vertriebsmitarbeiter kann sinnvoll sein, wenn Ihre Zielgruppe, Argumentation und Übergabe bereits stehen und Ihnen schlicht Kapazität fehlt. Er arbeitet häufig gegen Tagessatz, Monatskontingent oder Erfolgskomponente. Der Vorteil: Sie können gezielt Fachwissen einkaufen. Der Nachteil: Eine einzelne Person ist kein Vertriebssystem und kein Ersatz für Priorisierung oder Führung.

Scheinselbstständigkeit ist dabei ein echtes Risiko. Nicht das Etikett im Vertrag entscheidet, sondern die tatsächliche Zusammenarbeit. Wer dauerhaft nur für einen Auftraggeber arbeitet, feste Arbeitszeiten übernimmt, eng in Weisungen und Organisation eingebunden ist, kann sozialversicherungsrechtlich anders beurteilt werden als vorgesehen. Auch diese Hinweise sind keine Rechtsberatung; lassen Sie Gestaltung und Praxis bei Grenzfällen prüfen.

Agenturmodell: Prozess statt Einzelperson

Das ist unser Modell. Wir übernehmen Recherche, Ansprache, Qualifizierung, Dokumentation, Angebot, Nachfassen, Verhandlung und den Abschluss im freigegebenen Preisrahmen. Für tiefe Produktdemos holen wir Ihre Fachleute dazu. Nur die Pflege Ihrer Bestandskunden übernehmen wir nicht – das ist Account-Management.

So entsteht ein gesteuerter Neukundenprozess statt einer einzelnen gebuchten Kapazität. Vor jedem Erstkontakt steht ein sichtbarer Gesprächsgrund; danach bleiben Gespräch, nächster Schritt und Verantwortung nachvollziehbar. Was wir als Vertriebsagentur im Einzelnen übernehmen, steht auf unserer Startseite. Mehr zum Aufbau: Vertriebsoutsourcing und Vertrieb auslagern.

Vor jedem Erstkontakt steht ein sichtbarer Gesprächsgrund.

Agenturmodell: Prozess statt Einzelperson

Beispiele: Woran die KI aktuellen Bedarf erkennt

Fünf Beispiele, keine abschließende Liste: Was in einem Markt ein starker Gesprächsgrund ist, sagt im nächsten wenig. Worauf für Ihr Angebot geachtet wird, legen wir vor dem Start gemeinsam fest; weitere Hinweise und ihre Bedeutung stehen unter Signal Based Selling.

Beispielauswahl: Hinweise auf Bedarf vor dem Erstkontakt
Was die KI erkenntWas es in der Regel bedeutetTypisches Zeitfenster
Erste Account-Executive-Stellen in neuer RegionNeuer Markt braucht Pipeline vor dem Teamstart2–8 Wochen
Vakanz „Head of Sales“Führung und Auslastung im Vertrieb sind offenbis zur Besetzung
Neue Vertriebsleitung vorgestelltProzess und Prioritäten werden neu gesetzterste 3 Monate
Produktstart mit Termin angekündigtBis zum Termin muss die erste Pipeline stehenbis zum Start
Investor nennt Vertriebsausbau in MitteilungWachstumsziele brauchen zusätzliche Pipeline1–6 Monate

Kosten der Modelle im Vergleich

Eine fixe Zahl ohne Angebot, Zielgruppe und Verkaufszyklus wäre irreführend. Vergleichen Sie daher Kostenarten: Was zahlen Sie sicher, was erst bei Ergebnis, was bleibt intern und welche Folgekosten entstehen nach einer Übergabe? Eine ausführlichere Einordnung finden Sie bei Kosten für Vertriebsoutsourcing.

ModellTypische KostenlogikPlanbarkeitInterner AufwandZu prüfen
HandelsvertreterProvision je Geschäftniedrig bis mittelProdukt-, Gebiets- und ProvisionssteuerungAusgleich, Provisionsauslöser, Exklusivität
Freier VertrieblerTagessatz oder Kontingent, teils Provisionmittelstarke fachliche FührungAusfall, Vertretung, Status der Zusammenarbeit
VertriebsagenturGrundbetrag plus mögliche Erfolgsanteilemittel bis hochBriefing, Freigaben, ÜbergabeDefinition eines qualifizierten Ergebnisses
Interim-LeitungTagessatz oder MonatsmandathochTeam und Entscheidungsträger einbindenWissenstransfer und Laufzeit
ResellerHandelsmargemittelEnablement und LieferfähigkeitPreis, Kundenzugang, Marke und Support
Fixum und Provision verteilen Kosten im Zeitverlauf anders BEISPIELHAFTER KOSTENVERLAUF, KEINE PREISANGABE höherer fixer Anteilmehr erfolgsabhängigKOSTEN MONAT 1MONAT 6MONAT 12
Provision senkt nicht zwangsläufig Kosten. Sie verlagert vor allem, wann und bei wem das wirtschaftliche Risiko anfällt.

Der Unterschied im Ablauf

Standardagentur vs. DEALMAKERS

Ohne Vorarbeit führen 100 Wählversuche nach unserer Erfahrung zu etwa 10 bis 20 Gesprächen und ein bis drei Terminen, weil eine Standardagentur meist über die Zentrale und nach Liste anruft. Wir haben vorher Name, Durchwahl und einen konkreten Gesprächsgrund und wählen erst, wenn unsere App zeigt, dass die Person gerade nicht im Termin ist – in passenden Projekten entstehen so bis zu 50 Gespräche und 20 Termine (Spitzenwerte, kein Durchschnitt). Den ausführlichen Vergleich zeigt die Seite Vertriebsoutsourcing.

So läuft es meistens

Anwahl über die Zentrale

  1. Wir„Guten Tag, ich würde gern mit der Vertriebsleitung sprechen.“
  2. Zentrale„Worum geht es denn?“
  3. Wir„Um Unterstützung im Vertrieb.“
  4. Zentrale„Schicken Sie uns bitte eine E-Mail.“

Gespräch beendet

So läuft es bei uns

Anwahl mit Durchwahl und Gesprächsgrund

  1. Wir„Sie haben den Start Ihrer neuen Produktlinie mit Termin angekündigt. Wer entscheidet bei Ihnen, wie die Pipeline dafür entsteht?“
  2. Gegenüber„Das läuft über mich. Worum geht es konkret?“
  3. Wir„Genau um diese erste Pipeline. Darf ich Ihnen dazu zwei kurze Fragen stellen?“
  4. Gegenüber„Fragen Sie.“

Gespräch läuft weiter

Beispielgespräch. Sinngemäß, nicht wörtlich protokolliert.

Die sieben Fragen vor der Auswahl

  1. Welche Aufgabe fehlt wirklich? Kapazität, Führung, Marktzugang oder ein kompletter Akquiseprozess sind vier verschiedene Probleme.
  2. Wer führt das Gespräch nach dem Erstkontakt? Wenn intern niemand Zeit für Angebote hat, löst mehr Terminierung nichts.
  3. Wie lang ist der Verkaufszyklus? Ein kurzer Impulsverkauf verträgt andere Vergütung als ein Projekt mit mehreren Entscheidern.
  4. Wie viel Kontrolle brauchen Sie? Prüfen Sie Außenauftritt, CRM-Zugriff, Freigaben und Eskalationsweg vor dem Start.
  5. Wem sollen Daten und Kundenbeziehung gehören? Das muss im Vertrag und im Arbeitsablauf dieselbe Antwort haben.
  6. Wer ruft an und mit welchem Gesprächsgrund? Fragen Sie nach Erfahrung, Gesprächsführung und dem ersten Satz, nicht nur nach Anrufzahlen.
  7. Wie endet die Zusammenarbeit? Klären Sie Übergabe, offene Provisionen, Kündigung und Zugriff auf Notizen, bevor die Arbeit beginnt.
Ein Entscheidungsbaum ordnet die vier häufigsten externen Vertriebsmodelle ERSTE EINORDNUNG Was fehlt Ihnenprimär? Marktzugang undeigene VermittlungHandelsvertreter Einzelne KapazitätFreier Vertriebler Prozess undNeukundentermineVertriebsagentur Führung Ihres TeamsInterim-Leitung
Der Baum ist eine erste Einordnung: Jede Lücke führt zu einem Modell. Vertragsform und Vergütung folgen erst, wenn Aufgabe, interne Zuständigkeit und Verkaufszyklus klar sind.

Damit der externe Vertrieb anschließt

Die drei Anschlusspunkte zwischen externem Vertrieb und Ihrem Haus VOR DEM START IM LAUFENDEN BETRIEB 1 Aufgabe und Preis zusammen festlegen 2 Gespräche mit Kontext übergeben 3 Entscheidungen erreichbar halten
Drei Punkte entscheiden, ob externer Vertrieb an Ihr Haus anschließt: Aufgabe und Preis festlegen, Gespräche mit Kontext übergeben, Entscheidungen erreichbar halten.
  1. 1. Aufgabe und Preis zusammen festlegen

    Vergleichen Sie Kosten erst, wenn Aufgabe, Zielgruppe, Übergabe und Preisrahmen klar sind. So vergleichen Sie dieselbe Leistung statt nur Monatsbeträge.

  2. 2. Gespräche mit Kontext übergeben

    Jeder relevante Kontakt braucht Gesprächsgrund, Gesprächsnotiz und nächsten Schritt. Dann kann Ihr Team vorbereitet anschließen, ohne die Person erneut einzuordnen.

  3. 3. Entscheidungen erreichbar halten

    Externer Vertrieb wirkt am besten, wenn Angebot, Fachwissen und Freigaben erreichbar sind. Wir steuern den Prozess; Ihre Fachleute kommen dort dazu, wo Produktwissen zählt.

Ein externer Vertriebsprozess braucht Vorbereitung vor dem ersten Abschluss VOM START BIS ZUM ABSCHLUSS VORBEREITUNG STARTZielbild &Argumentation VORLAUFRecherche &Ansprache EINIGE WOCHENErste qualifizierteGespräche VARIABELAbschluss nachIhrem Zyklus Die Dauer bis zum Abschluss folgt dem Verkaufszyklus, nicht dem Datum der Beauftragung.
Vorbereitung und erste Gespräche lassen sich zeitlich einordnen. Ein Abschluss bleibt abhängig von Angebot, Entscheiderkreis und Ihrem Verkaufszyklus.

Häufige Fragen zum externen Vertrieb

Was ist externer Vertrieb?

Externer Vertrieb bedeutet, dass ein selbstständiger oder beauftragter Dritter Vertriebsaufgaben übernimmt. Das kann die Vermittlung von Geschäften, die Ansprache neuer Kunden, die Terminierung oder die Führung eines Vertriebsteams sein. Entscheidend ist der Vertrag: Er regelt Leistung, Vergütung, Laufzeit, Datenzugriff und ob der Dritte im eigenen oder im Namen des Auftraggebers handelt.

Was kostet ein externer Vertriebsmitarbeiter?

Die Kosten hängen vom Modell ab. Ein Handelsvertreter arbeitet oft provisionsbasiert, ein Freelancer mit Tagessatz oder Monatskontingent, eine Vertriebsagentur mit monatlichem Grundbetrag und gegebenenfalls Erfolgsanteil. Vergleichen Sie nicht nur den Preis pro Monat, sondern auch Steuerung, Einarbeitung, Ausfallrisiko und die Kosten eines schlechten oder unbesetzten Vertriebsplatzes. Bei DEALMAKERS zahlen Sie in der Regel einen festen Stundensatz plus Erfolgsprovision und starten mit einer Testphase von 40 Stunden.

Handelsvertreter oder Vertriebsagentur – was ist besser?

Ein Handelsvertreter passt eher bei einem klar verkäuflichen Produkt, einer abgegrenzten Region und langfristiger Provisionslogik. Eine Vertriebsagentur passt, wenn Zielkunden, Ansprache, Reporting und mehrere Rollen zusammen gesteuert werden sollen. Besser ist kein Modell pauschal. Entscheidend sind Verkaufszyklus, Kontrollbedarf, verfügbare interne Zeit und die Frage, wer den Prozess nach dem Ersttermin übernimmt.

Wem gehören die Kunden am Ende?

Die Kundenbeziehung gehört wirtschaftlich dem Unternehmen, das Vertragspartner des Kunden wird und die Leistung erbringt. Praktisch muss der Vertrag zusätzlich festlegen, wem Leads, Gesprächsnotizen, CRM-Einträge und Kontaktdaten zustehen und wie sie bei Vertragsende übergeben werden. Ohne diese Regeln entsteht Streit gerade dann, wenn aus einem neuen Kontakt ein wertvoller Bestandskunde geworden ist.

Was ist der Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB?

Nach Vertragsende kann ein Handelsvertreter unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen angemessenen Ausgleich verlangen. Vereinfacht geht es darum, dass der Unternehmer aus neu geworbenen Kunden weiter erhebliche Vorteile hat und der Anspruch der Billigkeit entspricht. Die Norm enthält weitere Voraussetzungen und Begrenzungen. Das ist nur Orientierung und keine Rechtsberatung; den konkreten Vertrag sollten Sie fachkundig prüfen lassen.

Was ist Scheinselbstständigkeit und wie vermeide ich sie?

Scheinselbstständigkeit liegt vereinfacht vor, wenn jemand formal selbstständig arbeitet, tatsächlich aber wie ein Arbeitnehmer in die Organisation eingegliedert und weisungsgebunden ist. Vermeiden lässt sich das nicht durch eine Überschrift im Vertrag, sondern durch die gelebte Zusammenarbeit: eigene unternehmerische Freiheit, keine arbeitnehmertypische Einbindung und eine passende Ausgestaltung. Lassen Sie Grenzfälle sozialversicherungsrechtlich prüfen.

Wie lange dauert es, bis externer Vertrieb Ergebnisse bringt?

Für Zielbild, Argumentation, Datenzugang und erste Ansprache braucht es Vorlauf. Erste Termine entstehen in der Regel nach zwei bis vier Wochen; ein Abschluss folgt dem Verkaufszyklus Ihres Angebots. Bei Investitionsgütern oder mehreren Entscheidern dauert das länger als bei einem klar standardisierten Angebot. Wer Termine oder Umsätze ohne Kenntnis von Zielgruppe und Prozess zu einem festen Datum verspricht, plant nicht seriös.

Kann ich externen Vertrieb parallel zum eigenen Team einsetzen?

Ja, wenn Zuständigkeiten sauber getrennt sind. Das externe Team kann etwa neue Zielsegmente öffnen, frische Gesprächsgründe priorisieren oder Erstgespräche vereinbaren, während Ihr Team Angebote und Abschlüsse führt. Legen Sie vorher fest, wer welchen Account bearbeitet, wann übergeben wird und wer die CRM-Daten pflegt. Sonst entstehen doppelte Ansprache und interne Diskussionen über die Zuordnung.

Wie kündige ich, wenn es nicht funktioniert?

Die Kündigung richtet sich nach dem Vertrag und gegebenenfalls nach gesetzlichen Regeln des gewählten Modells. Vereinbaren Sie vor Beginn eine klare Laufzeit, Kündigungsfristen, Übergabe der Daten, offene Vergütung und den Umgang mit bereits angebahnten Geschäften. Bei Handelsvertretern können zusätzliche gesetzliche Fragen entstehen. Prüfen Sie den Vertrag vor Unterschrift und bei Streit mit rechtlicher Unterstützung.

Welche Branchen eignen sich?

Geeignet sind vor allem erklärungsbedürftige B2B-Angebote mit nachvollziehbarem Nutzen, erreichbaren Entscheidern und einem Prozess für die Übergabe nach dem Erstgespräch. Dazu können Software, Industrie, technische Dienstleistungen oder spezialisierte Business Services gehören. Weniger passend sind reine Impulskäufe und Märkte, in denen der Preis allein entscheidet. Auch eine gute Leistung braucht eine Zielgruppe, die tatsächlich erreichbar ist.

Wie behalte ich die Kontrolle über die Qualität?

Kontrolle entsteht durch einen gemeinsamen Prozess, nicht durch tägliches Mikromanagement. Vereinbaren Sie Zielkundenprofil, erlaubte Aussagen, Dokumentation im CRM, Übergabekriterien und feste Auswertungstermine. Hören Sie stichprobenartig auf Gesprächsnotizen und prüfen Sie die Gründe für Absagen. Wichtig ist auch die Frage, wer anruft: Erfahrung und fachliche Gesprächsführung lassen sich nicht allein über Aktivitätszahlen messen.

Was passiert mit unseren Daten?

Regeln Sie vor dem Start, welche Daten der externe Partner erhält, wo sie verarbeitet werden, wer Zugriff hat und wie die Rückgabe oder Löschung nach Vertragsende erfolgt. Für personenbezogene Daten können Datenschutzpflichten und eine Auftragsverarbeitung relevant sein. Beschränken Sie Zugänge auf das Erforderliche und dokumentieren Sie Übergaben. Diese Hinweise ersetzen keine Datenschutz- oder Rechtsberatung.

Unser Modell: Neukundenprozess bis zur Unterschrift

Wir übernehmen Ansprache, Angebot, Nachfassen, Verhandlung und Abschluss im freigegebenen Preisrahmen. Im Erstgespräch klären wir Zielgruppe, Gesprächsgrund und Ihren Produktpart.